| Bundesregierung beschließt Eckpunkte für ein Anerkennungsgesetz |
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Kommentar von Dr. Martina Müller, Mitautorin der Studie "Brain Waste. Die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen in Deutschland", MigraNet-Projekt Global Competences:
"Die Eckpunkte der Bundesregierung sind ein wichtiger Schritt auf dem richtigen Weg. Durch die geplante Neuregelung wird in Zukunft jeder Inhaber einer ausländischen Qualifikation einen rechtlichen Anspruch auf ein Anerkennungsverfahren haben. Bisher hängen die Möglichkeiten des Einzelnen davon ab, ob er als EU-Bürger, Spätaussiedler oder Drittstaatsangehöriger eingestuft wird. Diese oftmals von allen Beteiligten als ungerecht empfundene Situation wird damit überwunden. Die vorgelegten Eckpunkte gehen aber noch weiter. Sie thematisieren verschiedene Rahmenbedingungen, die maßgeblich sind für eine verbesserte Anerkennungspraxis. Die Möglichkeit der Teilanerkennung ist ebenso vorgesehen wie der Ausbau des Angebots von Anpassungsqualifizierungen. Auf diese Weise kann die formale Anerkennung ausländischer Qualifikationen zukünftig mit entsprechenden Brückenmaßnahmen verbunden werden, die Zuwanderern einen ausbildungsadäquaten Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern können. Hervorzuheben ist zudem, dass in Zukunft alle Kompetenzen der Einzelnen berücksichtigt werden sollen, auch individuelle Berufserfahrungen werden eine größere Rolle spielen. Für die Bewerbungspraxis ist außerdem wichtig, dass die Bescheide und Gutachten von Anerkennungsstellen aussagekräftiger werden sollen im Hinblick auf die Informationsbedürfnisse potentieller Arbeitgeber. Damit ausländische Fachkräfte und Hochqualifizierte neu geschaffene und bereits vorhandene Möglichkeiten der Anerkennung auch tatsächlich nutzen können, ist es notwendig, Informationsdefizite zu beseitigen und Beratungsangebote aufzubauen. Weitere Informationen
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